Montag, 3. Juni 2013

Zugbegleiter in der Eurobahn

Heute morgen fuhr ich mit der Regionalbahn. Weil ich eine Strecke nutzen wollte, die außerhalb des Geltungbereiches meines Jobtickets lag, musste ich am Automaten im Zug eine Fahrkarte kaufen. Es war übrigens eine Privatbahn. Die Eurobahn.
Ich kaufte also die passende Karte. Dachte ich zumindest so lange bis ich genau hinsah. Der Automat hinkte dem tatsächlichen Fahrplan hinterher und verkaufte mir ein Karte die ab dem Startbahnhof der Linie berechnet war. Der Zug befand sich aber schon vier Stationen weiter und damit auch in einer günstigeren Tarifzone.
Praktischerweise war der Zugbegleiter in der Nähe, weil er kurz vorher für einen Rollstuhlfahrer eine Rampe aufgebaut hatte. Ich sprach ihn sofort an. Meine Befürchtung war, dass er mir irgendetwas von Einschicken erzählen oder die Nummer einer Hotline nennen würde. Aber was dann kam hat mich echt beeindruckt. Er wies den nächsten möglichen Käufer einer zu teueren Fahrkarte an das zu unterlassen. Fast zeitgleich zückte er sein Handy und informierte damit irgendwen über den falsch eingestellten Automaten. Dann dachte er sehr kurz nach, fragte den Fahrgast der als nächstes ein Ticket kaufen wollte wo er denn hin wolle. Das passte anscheinend, denn er bat um mein Ticket, erstattete mir den Kaufpreis in bar. Verkaufte das Ticket dem anderen Fahrgast und ich konnte mir am mittlerweile korrekt eingestellten Automaten ein neues Ticket kaufen.
Das Ganze hat vielleicht zwei Minuten gedauert. So eine schnelle Lösung habe ich selten erlebt. Das war sehr kundenorientiert und der Zugbegleiter hatte eine sehr schnelle Auffassungsgabe. Respekt und Anerkennung!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen